
Freizeittipps für die ganze Familie
Veröffentlicht am 30.04.2026

Wenn du mit dem Rad südöstlich von Ingolstadt unterwegs bist, stößt du früher oder später auf einen Ort, an dem Natur und Geschichte auf überraschende Weise zusammenkommen: den Demlinger Steinbruch. Heute wirkt das Gelände ruhig und fast verborgen. Doch über viele Jahrzehnte war hier harte Arbeit Alltag.
Im 19. Jahrhundert begann man in Demling, den hier vorkommenden Jurakalkstein abzubauen. Der Stein war begehrt: fest, gut zu bearbeiten und in großen Mengen verfügbar. Genau das machte ihn zu einem wichtigen Baustoff für die militärischen Großprojekte jener Zeit. Ein bedeutender Teil des Materials wurde für den Ausbau der Festungsanlagen rund um Ingolstadt verwendet. Als die Stadt im 19. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Landesfestungen des Königreichs Bayern ausgebaut wurde, brauchte man enorme Mengen an Stein für Mauern, Bastionen und Forts. Der Demlinger Steinbruch lieferte einen Teil dieses Materials und wurde damit zu einem kleinen, aber wichtigen Baustein der Ingolstädter Stadtgeschichte.
Für die Menschen der Umgebung bedeutete der Steinbruch Arbeit und Einkommen. Fuhrwerke transportierten den Stein Richtung Stadt, Handwerker bearbeiteten das Material vor Ort, und der Abbau prägte lange Zeit das Leben im Dorf. Der Steinbruch war also nicht nur ein industrieller Ort, sondern auch Teil der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region.
Als der Abbau schließlich eingestellt wurde, begann die Natur langsam, sich das Gelände zurückzuholen. Heute steht der Demlinger Steinbruch als Naturdenkmal unter Schutz. In den steilen Kalkwänden, auf den warmen Felsflächen und in den kleinen Senken haben sich zahlreiche Pflanzen und Tiere angesiedelt, die solche besonderen Lebensräume brauchen.
Für dich als Besucher ist der Steinbruch heute ein ideales Ziel für eine kleine Entdeckungstour. Von Ingolstadt aus erreichst du ihn bequem mit dem Fahrrad. Zwischen Feldern, Wiesen und kleinen Ortschaften öffnet sich plötzlich diese beeindruckende Felslandschaft – ein Ort, der zeigt, wie eng Natur, Geschichte und menschliche Nutzung miteinander verbunden sein können.

Wusstest du, dass du in Ingolstadt ganz entspannt Wildtiere beobachten kannst – und das kostenlos?
Der Wildpark am Baggersee ist ein echtes kleines Naturparadies und perfekt für einen spontanen Spaziergang, einen Familienausflug oder einfach eine kurze Auszeit im Grünen.
Auf den ruhigen Wegen triffst du auf Rot- und Damwild, Wildschweine, Mufflons und sogar Wisente. Der Eintritt ist kostenlos und der Park ist ganzjährig geöffnet. Ein Besuch mit der Familie lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang am Baggersee verbinden.
Bitte beachten: Tiere nicht füttern und Hunde anleinen, so bleibt der Wildpark für alle ein schöner Ort.

Die Minigolfanlage am Ingolstädter Baggersee zählt zu den beliebtesten Freizeitangeboten der Stadt und verbindet sportlichen Wettbewerb mit einer entspannten Atmosphäre am Wasser. Die Anlage verfügt über eine klassische 18-Bahnen-Miniaturgolfanlage im Eternit-System, wie sie auch im Turniersport verwendet wird. Unterschiedliche Hindernisse, präzise Abschläge und abwechslungsreiche Bahnverläufe sorgen dafür, dass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Spieler auf ihre Kosten kommen.
Die Bahnen sind kompakt angeordnet und von Grünflächen umgeben, sodass ein ruhiges und angenehmes Spielumfeld entsteht. Durch die unmittelbare Lage am Baggersee lässt sich eine Partie Minigolf ideal mit einem Spaziergang, einem Badetag oder einem Ausflug ins Naherholungsgebiet verbinden.
Zur Ausstattung gehören Sitzmöglichkeiten, Toiletten sowie Parkplätze in unmittelbarer Nähe. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Getränke, Eis und kleine Snacks sind vor Ort erhältlich. Neben Minigolf besteht zudem die Möglichkeit, Boule zu spielen. Die Anlage ist während der Saison von Frühjahr bis Herbst geöffnet und eignet sich sowohl für spontane Freizeitspiele als auch für Gruppen, Familien oder kleinere Veranstaltungen.

Die Fahrradtour „Ingolstädter Stadtrunde“ ist wie ein fließender Perspektivwechsel auf zwei Rädern – eine Einladung, die Stadt und ihre Umgebung in einem angenehmen Rhythmus zu erleben. Statt sich auf einzelne Sehenswürdigkeiten zu fokussieren, entfaltet die Tour ihren Reiz durch das harmonische Zusammenspiel aus urbanem Flair, Natur und Geschichte.
Das Besondere an dieser Runde ist ihre Vielseitigkeit: Sie führt durch lebendige Stadtbereiche, vorbei an eindrucksvollen historischen Bauwerken und hinein in ruhige, grüne Landschaften entlang der Donau. Immer wieder wechseln sich belebte Abschnitte mit entspannten Passagen ab, in denen man den Fahrtwind spürt und die Umgebung beinahe meditativ an sich vorbeiziehen lässt. Gerade diese Mischung macht die Strecke so attraktiv – sie ist gleichermaßen erlebnisreich wie erholsam.
Zu den Highlights zählen markante Teile der historischen Festungsanlagen, architektonisch prägende Kirchen und Plätze sowie naturnahe Abschnitte entlang des Flusses, die einen ganz anderen Blick auf Ingolstadt eröffnen. Unterwegs laden zahlreiche Gelegenheiten zum Anhalten ein – sei es für einen kurzen Spaziergang, eine kleine Pause im Grünen oder einen Abstecher in ein Café.
Die „Ingolstädter Stadtrunde“ eignet sich ideal für alle, die die Stadt aktiv entdecken möchten, ohne sportliche Höchstleistungen erbringen zu müssen. Sie verbindet Bewegung mit Entdecken und schafft es, sowohl bekannte Sehenswürdigkeiten als auch weniger beachtete Ecken zu einem stimmigen Gesamterlebnis zu verknüpfen. Am Ende bleibt das Gefühl, Ingolstadt nicht nur gesehen, sondern auf besonders intensive und abwechslungsreiche Weise erlebt zu haben

Warum trugen Ärzte früher schwarze Gewänder? Wie wurde eine Operation im 17. Jahrhundert durchgeführt? Und was hat ein Apothekergarten mit moderner Heilkunst zu tun? Im Deutschen Medizinhistorischen Museum Ingolstadt begibst du dich auf eine faszinierende Zeitreise durch die Welt der Medizin – vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert.
Im barocken Gebäude der Alten Anatomie, mitten im Herzen Ingolstadts, erwarten dich liebevoll gestaltete Ausstellungsräume mit über 1.000 spannenden Originalobjekten: chirurgische Instrumente, Arzneigefäße, anatomische Modelle, Mikroskope und vieles mehr. Hier erfährst du, wie sich medizinisches Wissen über die Jahrhunderte entwickelt hat – und wie eng es mit gesellschaftlichen, religiösen und politischen Fragen verknüpft ist.
Ein Highlight: der historische Arzneipflanzengarten
Im liebevoll rekonstruierten Apothekergarten direkt hinter dem Museum wachsen über 150 Heilpflanzen – wie sie bereits im 18. Jahrhundert verwendet wurden. Du kannst die Pflanzen nicht nur sehen, sondern auch riechen, anfassen und ganz neu entdecken, wie Natur und Heilkunde zusammengehören.
Medizingeschichte zum Anfassen und Staunen
Interaktive Stationen, wechselnde Sonderausstellungen und spannende Führungen machen das Museum lebendig – für Erwachsene ebenso wie für Kinder und Schulklassen. Ob du medizinisches Fachwissen mitbringst oder einfach neugierig bist: Hier findest du faszinierende Geschichten über das, was uns alle betrifft – den menschlichen Körper, Gesundheit und das ewige Streben nach Heilung.

Die Ingolstädter Innenstadt ist mehr als nur ein Ort zum Einkaufen – sie ist ein Erlebnis für alle Sinne. Zwischen historischen Gassen, charmanten Plätzen und eindrucksvoller Architektur wartet eine lebendige Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie und Kultur auf dich.
Ob du gezielt einkaufen möchtest oder einfach gemütlich durch die Straßen bummelst – hier findest du große Marken und kleine Lieblingsläden, trendige Boutiquen, liebevoll geführte Fachgeschäfte und persönliche Beratung mit Herz. Dazu Cafés zum Verweilen, Restaurants zum Genießen und Plätze zum Durchatmen.
Vielfalt mit Flair
Von Mode über Bücher, Feinkost, Schmuck und Kosmetik bis hin zu Deko und Design – in der Altstadt findest du alles, was das Shoppingherz höherschlagen lässt. Und das in einem Ambiente, das zum Bleiben einlädt.
Shopping & Stadtgenuss
Verbinde deinen Einkauf mit einem Frühstück im Sonnenschein, einem Cappuccino im Straßencafé oder einem Glas Wein am Abend – die Innenstadt ist auch ein Ort zum Genießen. Zahlreiche Restaurants und Cafés sorgen dafür, dass aus deinem Einkaufsbummel ein echter Stadtmoment wird.

Der Altstadtrundgang durch Ingolstadt ist wie ein Spaziergang durch ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch, dessen Seiten aus Stein, Gassen und Geschichten bestehen. Schritt für Schritt entfaltet sich eine Stadt, die ihre Vergangenheit nicht versteckt, sondern selbstbewusst präsentiert – mal eindrucksvoll, mal ganz leise im Detail.
Das Besondere an diesem Rundgang ist die dichte Mischung aus bedeutender Historie und lebendiger Gegenwart. Prächtige Bauwerke erzählen von Ingolstadts Rolle als Herzogssitz, Universitätsstadt und Festung, während sich dazwischen charmante Plätze und kleine Straßen öffnen, die zum Verweilen einladen. Immer wieder entdeckt man architektonische Highlights, kunstvolle Fassaden und historische Gebäude, die dem Stadtbild seinen unverwechselbaren Charakter verleihen.
Zu den Höhepunkten zählen eindrucksvolle Kirchen, markante Stadttore und Teile der ehemaligen Befestigungsanlagen, die bis heute das Erscheinungsbild prägen. Ebenso faszinierend sind die vielen kleinen Details am Wegesrand: versteckte Innenhöfe, kunstvolle Verzierungen oder Orte, an denen Geschichte beinahe greifbar wird. Gerade dieses Zusammenspiel aus großen Sehenswürdigkeiten und stillen, oft übersehenen Ecken macht den Rundgang so abwechslungsreich.
Der Altstadtrundgang lädt dazu ein, Ingolstadt in eigenem Tempo zu entdecken – neugierig, aufmerksam und mit einem Blick für das Besondere. Er eignet sich für alle, die Kultur und Geschichte nicht nur sehen, sondern erleben möchten. Am Ende bleibt nicht nur ein Eindruck von der architektonischen Vielfalt, sondern auch das Gefühl, tief in die Atmosphäre einer Stadt eingetaucht zu sein, die ihre Geschichte bis heute lebendig hält.
Die Pfeifturmbegehung bietet einen Einblick in die Bau- und Nutzungsgeschichte eines der markantesten spätmittelalterlichen Türme Ingolstadts. Im Fokus stehen seine Funktion innerhalb der ehemaligen Stadtbefestigung, die Entwicklung seiner architektonischen Struktur sowie die Aufgaben der Türmer, die über Jahrhunderte für Beobachtung, Alarmierung und Zeitansage verantwortlich waren. Beim Aufstieg durch die historischen Ebenen werden konstruktive Details und Spuren früherer Nutzungsphasen sichtbar, die Rückschlüsse auf Alltag und Arbeitsbedingungen im Turm zulassen. Ein Höhepunkt ist der Blick aus der obersten Plattform, der die historische Stadtanlage mit ihren Verteidigungsstrukturen nachvollziehbar macht und zugleich die strategische Bedeutung des Standorts veranschaulicht. Die Begehung verdeutlicht insgesamt, wie der Pfeifturm als Bestandteil des Wehrsystems zur Sicherung und Organisation des städtischen Lebens beitrug.