
Kreuzstraße -
85049 Ingolstadt
Das Kreuztor wurde 1385 erbaut und ist das Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt. Das Tor bildete den westlichen Zugang zur Stadt und war Teil eines umfassenden Verteidigungssystems, das Mauern, Türme, Gräben und Bastionen umfasste.Der Name des Tores leitet sich vom ehemaligen, westlich der Stadt gelegenen Aussätzigenhaus zum Heiligen Kreuz ab, das 1546 im Schmalkaldischen Krieg zerstört wurde.
Das siebentürmige Stadttor ist Teil der im Jahr 1363 errichteten zweiten Ingolstädter Stadtmauer. Es ist als einziges von den ursprünglich vier Haupttoren Feldkirchnertor, Hardertor, Kreuztor und Donautor noch erhalten. Außerdem existiert noch das ursprüngliche Feldkirchner Tor, das ebenfalls zu dieser zweiten Befestigungsphase gehört. Es ist bei einer Erweiterung des Neuen Schlosses in das Burgareal integriert worden.
Das Kreuztor diente nicht nur der Verteidigung, sondern auch der Kontrolle von Handelswegen, dem Erheben von Zöllen sowie der Repräsentation städtischer Selbstständigkeit. Über dem Torbogen befand sich ein Wachraum, der mit Blick auf das vorgelagerte Glacis zur Beobachtung und Verteidigung genutzt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte verlor das Tor seine militärische Bedeutung, blieb jedoch als städtebauliches Symbol erhalten. Es überstand die Schleifung großer Teile der mittelalterlichen Stadtmauer im 19. Jahrhundert und blieb als Solitär im Westen der Altstadt bestehen. Heute besitzt das Kreuztor vor allem kulturellen und identitätsstiftenden Wert. Es dient als markanter Orientierungspunkt, Fotomotiv und Veranstaltungsort. Der Platz um das Tor wird regelmäßig für Märkte, Konzerte und Feste genutzt, während das Gebäude selbst zeitweise Ausstellungen oder kleine Veranstaltungen beherbergt.
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